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Mehrere Flüchtlinge sitzen an einem Tisch. Der Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter, diskutiert stehend mit ihnen.
©Stadt Jena / B. Glasser

Allgemeines

Die Zahl der Menschen, die weltweit vor religiöser, politischer oder ethnischer Verfolgung, vor Menschenrechtsverletzungen und bewaffneten Konflikten fliehen, ist so hoch wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr. Die meisten dieser Menschen sind Binnenflüchtlinge im eigenen Land oder in die Nachbarländer geflüchtet.

So nehmen etwa der Libanon und Jordanien die meisten Flüchtlinge im Verhältnis zur Zahl ihrer Einwohner auf. Misst man die Zahl der aufgenommenen Flüchtlinge im Verhältnis zur wirtschaftlichen Stärke (Bruttoinlandsprodukt je Einwohner) des aufnehmenden Landes, leisten Äthiopien, Pakistan und der Tschad am meisten. Deutschland liegt bei diesen Vergleichen auf Rang 50 bzw. 49 (Stand Ende 2014).

Diese Zahlen haben Gründe, denn von den weltweit 60 Millionen auf der Flucht befindlichen Menschen kommen nur etwa 5,2% nach Europa.

Situation in Deutschland

In Deutschland stieg die Zahl der Asylanträge zwischen Ende 2013 bis Dezember 2016 von 127.000 Anträgen bis auf 745.000. Aktuelle Prognosen gehen von einem deutlichen Rückgang von Erstanträgen in 2017 in Deutschland aus. Im europäischen Vergleich nahm die BRD in den letzten Jahren den weitaus größten Anteil an Geflüchteten auf, gefolgt von Frankreich, Schweden und Italien. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl werden in Schweden und Malta die meisten Flüchtlinge aufgenommen. Deutschland rangierte Ende 2014 auf Platz zwölf.

Herkunftsländer

Folgende Herkunftsländer waren im Jahresverlauf 2016 am stärksten vertreten: Syrien mit 266.000 Erstanträgen, Afghanistan 127.000 und Irak 96.000. Gut zwei Drittel aller in 2016 gestellten Erstanträge entfällt damit auf diese drei Herkunftsländer.

Die Schutzquoten (asylberechtigt nach Genfer Flüchtlingskonvention, Flüchtlingsschutz nach §3 des Asylverfahrensgesetzes sowie subsidärer Schutz) differieren je nach Herkunftsland der Asylsuchenden sehr stark: Sie lagen für 2016 z.B. bei 97,9 % bei Syrern, 70,2 % bei Irakern, 55,8 % bei Afghanen aber nur bei 0,2 % und weniger bei Herkunftsländern vom Westbalkan.

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche machen ungefähr ein Drittel der Schutzsuchenden in Deutschland aus. Aus der Altersstatistik der in Jena kommunal untergebrachten Flüchtlinge wissen wir, dass ca. ein Drittel unter 18 Jahre alt sind und ca. zwei Drittel sind unter 27 Jahren. Hinzu kommen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Unbegleitete Minderjährige

Unbegleitete Minderjährige sind Geflüchtete, die noch nicht volljährig sind und die ohne sorgeberechtigte Begleitung nach Deutschland gekommen sind. Für die Einstufung als minderjährig sind zunächst die Eigenangaben der Betreffenden ausschlaggebend. Eine behördliche Alterseinstufung erfolgt im weiteren Verfahren. In Jena leben seit gut einem Jahr konstant ca. 70 unbegleitete Minderjährige.

Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge haben internationalen Konventionen zufolge (z.B. UN-Kinderrechtskonvention, Haager Minderjährigen Schutzabkommen) sowie nach europäischen und nationalen Vorhaben einen besonderen Schutz. Sie werden von Anfang an durch das zuständige Jugendamt betreut. Dieses kümmert sich um Aufnahme, Unterkunft, Versorgung und Betreuung.

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